Der Hund ein Fleischfresser…..?

Der Hund stammt vom Wolf ab, seine Domestikation liegt über zehntausend Jahre
zurück – eine geringe Zeitspanne im Verlaufe der Millionen Jahre dauernden
Evolution, in der sich die anatomisch-physiologischen Besonderheit einer Spezies
entwickelt.
So hat sich zwar das äußere Erscheinungsbild des Hundes gegenüber seinem
Stammvater sehr verändert, die wesentlichen artbestimmenden physiologischen
Eigenschaften (vor allem der Verdauungstrakt) jedoch sind erhalten geblieben.
Der Wolf ist ein Fleischfresser, ein sogenannter
Karnivore (lat.canis – Fleisch und vorare – verschlingen).
Dieser Begriff ist jedoch ein wenig irreführend, denn in
der Tat frisst er Beutetiere und diese fast komplett ,bis
auf unverdauliche Reste wie z.B. stak mineralisierte
Knochen, Sehnen, Haut, Haare, Mageninhalt.
Durch den Verzehr des fast kompletten Beutetieres
erhält der Wolf alle Bestandteile einer vollwertigen
Ernährung;

• Eiweiß und Fett durch das Muskelfleisch
• Kalzium und Phosphor aus dem Skelett
• Natrium aus dem Blut
• Fettlösliche Vitamine aus Darm und Darminhalt
• Essentielle Fettsäuren aus dem Körperfett
• Unverdauliches aus dem Darminhalt als Ballaststoff für die Funktion des
Verdauungskanals

Aus diesem Grund ist sowohl der Wolf als auch der Hund kein reiner Fleischfresser, aber- und das ist was unter anderem die artgerechte Ernährung ausmacht- die
Hauptkomponente der Nahrung ist das Fleisch und zwar zu einem großen Anteil das
Muskelfleisch und zu einem kleineren Anteil die Innereien.

In den verschiedenen Produkten von Paribal finden Sie diese Zusammensetzung.

 

Im Gegensatz zu den Katzenartigen (Feliden) und Marderartigen (Musteliden), deren
Darm ausschließlich auf Nahrungsmittel tierischer Herkunft ausgelegt ist, ist der
Verdauungstrakt des Wolfes und des Hundes anpassungsfähiger und kann ebenso
Nahrungsmittel z.B. pflanzlicher Herkunft in gewissem Maße verwerten.
Diese Begebenheit ist heutzutage leider das Unglück vieler Hunde geworden. Durch
das Zusammenleben mit dem Menschen wurde der Hund zum Omnivor
(Allesfresser) zu deren Gattung auch der Mensch gehört. Denn der Hund ist von der
Nahrung abhängig, die der Mensch ihm zur Verfügung stellt.
In früheren Zeiten waren das die Reste der menschlichen Nahrung, was auch bis auf
den geringen Fleischanteil nicht verwerflich war, denn die Lebensmittel waren
weniger konserviert und nicht mit synthetischen Stoffen aufbereitet wie heutzutage.
In der heutigen Zeit bekommt der Hund ein Fertigfutter mit fraglichen Inhaltsstoffen,
Konservierungsstoffen, synthetisch hergestellten Vitaminen und allerlei anderen
chemischen Zusatzmitteln – eben die Art Lebensmittel, die die meisten Menschen
ebenfalls als ihre Nahrung bezeichnen.
Wen wundert es dann, dass der Hund mittlerweile unter den gleichen Erkrankungen
wie Allergien, Diabetes, Tumoren etc. leidet, an denen auch die Menschen
erkranken….

Grundlagen der artgerechten Ernährung

Hunde benötigen eine Vielzahl an Nährstoffen, um überleben zu können. Nährstoffe
sind Bestandteile der Nahrung, die entweder Energie liefern oder für die
Stoffwechselvorgänge im Körper wichtig sind.
Wie bereits erwähnt reicht eine alleinige Fleischfütterung nicht aus um den Hund
vollwertig zu ernähren. Demnach ahmen wir bei der artgerechten Fütterung das
Beutetier nach um dem Hund alle Nährstoffe zur Verfügung zu stellen.

Die einzelnen Bestandteile der Nährstoffe unterteilen sich in

• Wasser
• Fett
• Proteine
• Kohlenhydrate
• Vitamine
• Mineralien

Wasser ist die Hauptlebensgrundlage. Der Organismus des Hundes besteht zu etwa
70% aus Wasser. Der Verlust von nur 10% würde den sicheren Tod bedeuten. Im
Gegensatz dazu ist ein Hund weiter überlebensfähig bei einem Verlust von 50% der
im Organismus gebundenen Proteine und des beinahe kompletten Verlustes des
Körperfettes.

Fette und Fettsäuren in der Hundeernärung

Die Energiegewinnung aus den Fetten steht an erster Stelle und ist die langfristigste Energieversorgung.

Der Hund benötigt sowohl tierische als auch pflanzliche Fette.
Außer für die Energiegewinnung dienen Fette als Träger der fettlöslichen Vitamine
A,D,E und K und als Lieferant von essentiellen Fettsäuren, die lebensnotwendig sind,
vom Hund aber nicht selber gebildet werden können.

Tierische Fette

Die tierischen Fette enthalten in der Regel mehr gesättigte Fettsäuren als pflanzliche
Fette und sind unter anderem in Fleisch, Butter, Schmalz, Talg, Sahne etc. enthalten.
Sie dienen dem Hund als reine Energieträger zur Energiegewinnung. Die
Zusammensetzung der Fette im Fleisch ist in erheblichem Maße abhängig von der
Art der Tierhaltung und Fütterung.
Frei lebendes Wild und grasende Rinder ernähren sich zum großen Teil von
Grünpflanzen, die einen hohen Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren,
insbesondere den wertvollen Omega-3-Fettsäuren aufweisen.

Das Fleisch dieser Tiere ist relativ mager und besitzt einen hohen Anteil dieser
Omega-3-Fettsäuren.
Die reine Stallhaltung und artfremde Nahrung oder Fütterung mit
Nahrungskonzentraten (Mastfutter auf Getreidebasis) senkt den Gehalt des
Fleisches an diesen Fettsäuren um ein mehrfaches, weshalb oft die Meinung
vertreten wird Fleisch würde lediglich Omega-6-Fettsäuren enthalten, aber auch da
kommt es auf die artgerechte Ernährung an, die sich dann in der Wertigkeit des
Fleisches wiederspiegelt.

Pflanzliche Fette – Fettsäuren

Fettsäuren unterteilen sich in gesättigte und ungesättigte Fettsäuren. Während die
gesättigten Fettsäuren zur Energiegewinnung benötigt werden, haben ungesättigte
Fettsäuren wichtige Funktionen im Stoffwechsel und sind nicht ersetzbar.
Es gibt folgende Fettsäuren:
• Gesättigte Fettsäure
• Einfach ungesättigte Fettsäure
• Mehrfach ungesättigte Fettsäure

Omega-3-Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren

Sind spezielle Gruppen innerhalb der mehrfach ungesättigten Fettsäuren und
gehören zu den essentiellen Fettsäuren.
Pflanzliche Öle enthalten mehr ungesättigte Fettsäuren als tierische Fette,
ausgenommen Hühnerfett, welches relativ viele ungesättigte Fettsäuren enthält.
Diese Fette müssen dem Hund über die Nahrung zur Verfügung gestellt werden, da
er sie nicht selber bilden kann.

Omega-3-Fettsäuren wirken

• antiarrhythmisch und wirken Herzrhythmusstörungen vor (sowohl auf der Ebene des Vorhofes als auch der Herzkammer)
• stabilisieren instabile Gefäßbezirke, die sonst Herzinfarkte verursachen
• verlangsamen das Voranschreiten von Veränderungen der Herzkranzgefäße
• senken Blutfette (Triglyceride)

Und haben weitere positive Wirkungen auf Gefäßfunktionen, Blutdruck,
Entzündungsmediatoren.
Hauptsächlich enthalten sind Omega-3-Fettsäuren in Seefisch wie dem Atlantischen
Hering, Lachs, Forelle, magerem Fleisch und Ölen wie Lein-, Lachs-, Walnuss- und
Rapsöl.

Omega-6-Fettsäuren wirken

• positiv auf Haut-und Fellbeschaffenheit
• sorgen für die Unversehrtheit der Zellmembranen
• unterstützend auf sämtliche Funktionen des zentralen Nervensystems

Sie sind hauptsächlich enthalten in tierischen Fetten (fettreichem Fleisch), Wurst,
Eiern und Ölen wie Sonnenblumen-, Lein-, Mais-, Schwarzkümmelöl.
Die Linolsäure ist eine der wichtigsten Fettsäuren für den Hund und dient zur
Erhaltung eines gesunden Haarkleides und wirkt der Austrocknung der Haut und
übermäßigen Fellverlustes entgegen.
Der Hund ist in der Lage aus zweifach ungesättigter Fettsäure (Linolsäure) selbst
dreifach ungesättigte lebensnotwendige Fettsäuren (Linolensäure, Alpha-
Linolensäure, Gamma-Linolensäure) in der Leber zu bilden.

Omega-3-6-Fettsäureverhältnis

Wichtig bei den Omega-3-6-Fettsäuren ist das optimale Verhältnis zueinander,
welches im Idealfall bei 1:5 liegen würde. Also ein Teil Omega-3-Fettsäuren auf fünf Teile Omega-6-Fettsäuren.

Omega-3-Fettsäuren beeinflussen die Herzfunktionen, wirken entzündungshemmend,
haben eine positive Wirkung auf Gefäßfunktionen, sind Bestandteile der
Zellmembranen und vieles mehr.
Omega-6-Fettsäuren sind u.a. wichtig für die Hautgesundheit, die Ausscheidung
giftiger Stoffe, den Muskelaufbau etc.
Bei einem ungünstigen Verhältnis der beiden Fettsäuren und bei entsprechender
Neigung werden bestimmte Erkrankungen jedoch begünstigt. So fördern Omega-6-
Fettsäuren z.B. Entzündungen und verengen Blutgefäße, wenn nicht ausreichen
Omega-3-Fettsäure als Gegenspieler (Antagonist) zur Verfügung steht. Deshalb ist
ein ausgeglichenes Verhältnis dieser beiden Fettsäuren enorm wichtig für ihre
Wirkungsweisen.
Leinöl besitzt den mit Abstand höchsten relativen Anteil an Omega-3-Fettsäuren mit
einem Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6 von etwa 3:1 (wobei ein zu viel an
Omega-3 sich nicht negativ auswirkt), gefolgt von Hanföl mit 1:3 und Walnussöl von
1:6.
Sehr ungünstige Verhältnisse weisen hingegen Olivenöl 1:11, Maiskeimöl 1:50,
Sonnenblumenöl 1:120 und Distelöl 1:150 auf.
Steigt das Verhältnis deutlich über 1:5 erhöht sich das Risiko von Herzerkrankungen,
Bluthochdruck, entzündlichen Prozessen und Krebserkrankungen drastisch. Unter
Anbetracht dieses Wissens stellt eine Ernährung des Hundes mit einem
Trockenalleinfutter die Garantie für sämtliche ernährungsbedingten Hunde-Erkrankungen dar.
Ein Trockenfutter besteht aus Produktions- und Profitrelevanten Gründen aus 60-
80% Getreide. Ganz abgesehen davon, dass der Hund aufgrund der Beschaffenheit
seines Darmes nicht in der Lage ist, dieses effizient zu nutzen, enthalten die meisten
Getreidesorten einen sehr hohen Anteil an Omega-6-Fettsäuren in einem sehr
ungünstigen Verhältnis zu den Omega-3-Fettsäuren. Weizen 1:14, Roggen 1:11.5,
Soja 1:10.5, Mais 1:29 (Omega-3-6).

So bekommt man eine ungefähre Vorstellung davon, wie hoch der Anteil von
Omega-3-Fettsäuren sein müsste, damit das gerne beworbene „optimale Verhältnis“
von Omega-3-6 wieder stimmt.
Das würde allerdings bedeuten man würde eine große Menge eines chemisch
konservierten Öles (sonst würde es ranzig) dem Futter hinzufügen und damit den
Fettgehalt bzw. die Energie des Futters enorm steigern.
Damit bekommt der Hund dann eine große Menge an Kohlenhydraten (mittelfristige
Energie) plus einer großen Menge an Fetten (langfristige Energie), die ausreichen
würden um tagelang sehr weite Strecken zu laufen oder ununterbrochen eine Herde
Schafe zu hüten, oder aber und das ist eher die Regel, der Hund wird mäßig bewegt
und kann die ganze Energie dazu verwenden sein Fettpolster wachsen zu lassen…..

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Reines Leinöl in einer dunklen Glasflasche.

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Kohlenhydrate

Kohlenhydrate sind nach den Fetten der zweitwichtigste Energielieferant, da sie eine
mittelfristige, relativ schnell verwertbare Energieversorgung liefern.
Kohlenhydrate stehen für verschiedene Stoffe mit unterschiedlichen Eigenschaften
und Funktionen. Sie dienen Zellen und Organismen als Energiequelle, Reservestoff
und Gerüstsubstanz. Sie kommen in allen Pflanzen vor und sind ein notwendiger
Bestandteil in der Ernährung des Hundes .Unverdauliche Kohlenhydrate werden als
Ballaststoffe bezeichnet.
Kohlenhydrate werden unterteilt in:
Monosaccharide (Einfachzucker), dazu zählen
• Glucose (Traubenzucker ) enthalten in Obst und Gemüse
• Fructose (Fruchtzucker) enthalten in Honig und Obst
• Galactose (Schleimzucker) enthalten in Mich

Disaccharide (Zweifachzucker)
• Saccharose (Rüben/Rohrzucker) enthalten in Zuckerrübe, Haushaltszucker,
Zuckerrohr
• Laktose (Milchzucker) enthalten in Milch und Milchprodukten)
• Maltose (Malzzucker) enthalten in Gerste ,Bier und Malzextrakt

Polysaccharide (Vielfachzucker)

• Stärke enthalten in Getreide, Hülsenfrüchten und Kartoffeln
• Glykogen (Bestandteil der Stärke) enthalten in Leber-und Muskelzellen
• Cellulose enthalten in allen Pflanzen
Grundbausteine aller Kohlenhydrate sind Monosaccharide. Glucose und Fructose
sind die wichtigsten Zuckerarten des Stoffwechselsystems. Sie sind Energieträger
und dienen als Zellbausteine.
Sie können sich zu Disacchariden, Trisacchariden oder Polysacchariden verbinden.
Glykogen, Bestandteil der Stärke ist in Leber-und Muskelzellen enthalten. Bei einem
Überangebot von Kohlenhydraten wird dort Glykogen aufgebaut.
Bei gesteigertem Energiebedarf des Körpers wird das in der Leber gespeicherte
Glykogen wieder zu Glucose aufgespalten und dem Gesamtorganismus zur
Verfügung gestellt. Die wechselnde Aufnahme (meist zu hohe) aus der Nahrung und
die unterschiedliche körperliche Belastung (meist zu niedrige) und folglich auch
unterschiedliche biologische Oxidationsrate (Verbrauch) verändern ständig den
Blutglucosespiegel.
Glucoserezeptoren im Pankreas reagieren auf einen Anstieg des Blutzuckerspiegels
und bewirken die Freisetzung einer entsprechenden Menge Insulin.
Bei einem ständigen Überangebot von Energie in Form von Kohlenhydraten werden
diese zu Fett umgewandelt, da der Organismus diese nicht „verbrennen“ kann.
Außerdem reagiert der Pankreas bei ständiger Anforderung von Insulin mit einer
Erschöpfung der Inselzellen und es wird zu wenig oder gar kein Insulin mehr
produziert und es entwickelt sich ein Diabetes Mellitus.

Cellulose

Ist in allen Pflanzen enthalten und bildet zusammen mit Hemicellulose, Pektin und
Lignin den Hauptanteil der Ballaststoffe in Lebensmitteln pflanzliche Herkunft. Der
Hund besitzt keine Verdauungsenzyme für den Abbau von Cellulose, benötigt aber
Ballaststoffe für eine gesunde Darmflora.
Ballaststoffe enthalten wasserunlösliche (Füllstoffe) und wasserlösliche (Quellstoffe)
Komponenten.
• unlösliche Ballaststoffe haben vor allem die Aufgabe, das Volumen des 
Darminhaltes zu regulieren und damit die Darmbewegung (Peristaltik)
anzuregen bzw. zu beruhigen. So wird Verstopfung vorgebeugt und Durchfall
reguliert. Dazu gehören Weizenkleie, Reiskleie, Leinsamen etc.
• lösliche Ballaststoffe werden von den Bakterien des Dickdarms als Nahrung
verwertet. Sie unterstützen die Darmflora und dienen zur Gesunderhaltung
bzw. Regeneration. Dazu gehören Pektine aus Obst (Äpfel) und Gemüse
(Karotten), die eine durchfallhemmende Wirkung haben und wiederholt
erhitzte Stärke z.B. aus Kartoffeln und Inulin. Inulin ist enthalten in Chicorée
und ist die Nahrungsquelle für (gute) Darmbakterien.
Somit sind sowohl lösliche als auch unlösliche Ballaststoffe wichtige Bestandteile der
Ernährung des Hundes. Auch hier gilt aber, diese sparsam zu verfüttern, denn ein zu
viel an Ballaststoffen bewirkt eben genau das Gegenteil. Die Darmperistaltik liegt
brach oder ist zu aktiv mit der Folge von Verstopfung oder Durchfall. Häufig kommt
es zu Fehlgärungen und Flatulenzen. Auch die Menge des abgesetzten Kotes erhöht
sich, da die nicht verdauten Ballaststoffe zusätzlich Wasser binden.

Proteine

Die Energiegewinnung aus Proteinen ist die kurzfristigste Energieversorgung.
Proteine (Eiweiße) bestehen aus einer relativ großen Molekülmasse, die wiederum
aus Aminosäuren (Bausteine der Proteine) zusammengesetzt sind.

Proteine sind Grundbausteine allen Lebens und erfüllen in allen Bereichen des
Hundeorganismus wichtige Aufgaben. Sie enthalten im Gegensatz zu Fetten und
Kohlenhydraten Stickstoff und Schwefel. Diese sind essentiell (lebensnotwendig) für
den Organismus.
Der wichtigste Bestandteil der Proteine sind die Aminosäuren und deren
Zusammensetzung, denn daraus resultiert deren biologische Wertigkeit.
Getreideprodukte weisen kein optimales Aminosäurenprofil auf. Sie enthalten wenig
Tryptophan, Lysin und Methionin. Aus diesem Grund sollten stets tierische mit
pflanzlichen Proteinen kombiniert werden, um eine Ausgeglichenheit zu erzielen.
Tierisches Protein erfüllt auf ideale Weise die Bedürfnisse an essentiellen
Aminosäuren und sollte in der Nahrung des Hundes den Hauptanteil ausmachen.
Man unterscheidet zwischen nicht essentiellen Aminosäuren, welche vom
Organismus selber hergestellt werden können und essentiellen Aminosäuren, die
zwingend mit der Nahrung zugeführt werden müssen.

Essentielle AS sind z.B. Arginin, Tryptophan, Histidin, Methionin etc., diese sind
enthalten in Fleisch, Fisch, Milchprodukten, Eiern

Nicht essentielle AS sind z.B. Cystein, Tyrosin, Alanin, Asparagin etc.
Bestimmte Proteine besitzen spezielle Eigenschaften, wie z.B. als

• Speicherprotein
Ferritin speichert Eisen und kommt in Tieren, Pflanzen und Bakterien vor
• Bewegungsprotein
Myosin sorgt für die Muskelkontraktion
• Transportprotein
Hämoglobin transportiert Sauerstoff
• Strukturprotein
Kollagen in Sehnen, Bändern und Muskeln geben dem Körper Festigkeit und
Formbeständigkeit

Eiweißmangel und Eiweißüberschuss

Bei Eiweißmangel greift der Körper zunächst auf Muskelgewebe und später auf
innere Organe zurück. Die Folgen können vermindertes Wachstum, Gewichtsverlust,
Blutverlust (Anämie), Appetitlosigkeit, stumpfes Fell, trockene Haut, Muskelschwund
sowie eine erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten, Flüssigkeitsansammlungen (Ödeme)
aufgrund verringerter Bluteiweiße und im schlimmsten Fall der Tod sein.
Ein zu hoher Proteinanteil kann vom Körper nicht gespeichert werden. Der Abbau
führt zur Produktion von Ammoniak, das zellschädigend und somit giftig ist.
Ammoniak muss in der Leber zu Harnstoff umgewandelt werden, um anschließend
über die Niere ausgeschieden werden zu können. Auch hier ergibt sich wieder die
Problematik des industriell hergestellten Trockenfutters mit seinem hohen
Getreideanteil.
• der hohe Getreideanteil mit seiner schlechten biologischen Wertigkeit muss
aufwändig vom Hundeorganismus umgewandelt werden, da das AS Profil
nicht annähernd dem des Hundes entspricht
• es entsteht ein Eiweißüberschuss, da der Hund die große Menge an Proteinen
weder verarbeiten noch speichern kann. Dieser Überschuss belastet die Leber
und die Niere, die zusätzlich zu allen anderen wichtigen Funktionen die
Proteine umwandeln und ausscheiden müssen
Da stellt sich mir doch die Frage, wie kann ein armer Leber- und/oder Nierenkranker
Hund vom Tierarzt ein spezielles Diättrockenfutter (Hauptbestandteil ist immer
Getreide!) verordnet bekommen als des Problems einzige Lösung ????
Eher wahrscheinlich, als die Gesundung des Hundes, ist die Vergesellschaftung
einer weiteren Erkrankung wie z.B. des Diabetes Mellitus….

Vitamine

Vitamine sind lebenswichtige, organische Substanzen, die in geringen Mengen
erforderlich sind, um als Enzyme, Enzymvorstufen oder Coenzyme die zahlreichen
Stoffwechselvorgänge im Körper des Hundes zu unterstützen.

Die Aufgabe der Vitamine besteht in der Regulierung der Verwertung von
Kohlenhydraten, Proteinen und Mineralstoffen, somit in der Steuerung und
Förderung vielfacher Stoffwechselvorgänge. Sie stellen zwar keine Energiequelle
dar, aber wirken bei der Regulierung des Energiestoffwechsels mit, sorgen für
dessen Ab- bzw. Umbau und dienen somit auch der Energiegewinnung.
Vitamine stärken das Immunsystem, regulieren den Mineralstoffhaushalt und sind
wesentlich am Aufbau von Zellen, Blutkörperchen, Knochen und Zähnen beteiligt.
Vitamine werden entweder gar nicht oder nur in geringen Mengen vom Hund
hergestellt. Daher müssen sie mit dem eigentlichen Futter zugeführt werden. Eine Ausnahme bildet das Vitamin C, das im Organismus des Hundes aus Glucose hergestellt werden kann.
Provitamine sind unwirksame Vorstufen von Vitaminen, die vom Körper in Vitamine
umgewandelt werden können (z.B. Beta-Carotin). Wird dem Körper Beta-Carotin
zugeführt, kann er es in Vitamin A umwandeln. Sind Vitamine als Bestandteil von
Enzymen wirksam, spricht man von Coenzymen, wie z.B. bei den Vitaminen des BKomplexes
in Stoffwechselprozessen.
Alle Vitamine benötigen als Lösungsmedium Wasser oder Fett, da sie nur in gelöster
Form über den Darm ins Blut und letztendlich an ihren Bestimmungsort transportiert
werden können. Man unterscheidet fettlösliche und wasserlösliche Vitamine.

Fettlösliche Vitamine

• Vitamin A (Retinol)
• Vitamin D (Calciferol)
• Vitamin E (Tocopherole)
• Vitamin K (Chinone)

Fette und Mineralstoffe sind nötig, damit Vitamine im Verdauungstrakt aufgenommen
werden können. Die fettlöslichen Vitamine werden im Körper gespeichert.

Wasserlösliche Vitamine
• Vitamin C (Ascorbinsäure)
• Vitamin B1 (Thiamin)
• Vitamin B2 (Riboflavin)
• Vitamin B3 (Niacin,Nicotinsäure)
• Vitamin B5 (Pantothensäure)
• Vitamin B6 (Pyridoxin)
• Vitamin B7 (Biotin)
• Vitamin B11 (Folsäure)
• Vitamin B12 (Cobalamin)

Wasserlösliche Vitamine werden im Körper fast gar nicht gespeichert und müssen
daher fortlaufend mit der Nahrung zugeführt werden. Die Ausnahme bildet das
Vitamin B12, welches langfristig in der Leber und der Muskulatur gespeichert werden kann.

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Mineralstoffe

Mineralien sind anorganische Nährstoffe, die der Körper nicht selber herstellen kann.
Sie sind lebensnotwendige Bestandteile aller Zellen und am Stoffwechsel beteiligt.
Mineralien sind eng an den Wasserhaushalt des Körpers gekoppelt, einige von ihnen
sind Bestandteil aller Körperflüssigkeiten, regulieren dort den Wasserhaushalt, die
Druckverhältnisse und den Säure-Basen-Haushalt.

• Mineralstoffe dienen als Baustoffe für das Skelett und die Zähne (Calcium,
Phosphor, Magnesium) und geben den Knochen Festigkeit.
• Mineralstoffe beeinflussen in gelöster Form als Elektrolyte lebensnotwendige
Eigenschaften der Körperflüssigkeiten.
• Mineralstoffe sind wesentliche Bestandteile organischer Verbindungen im
Körper.

Jod ist Bestandteil des Schilddrüsenhormons, Kobalt Bestandteil von Vitamin B12,
eisen Bestandteil von Hämoglobin. Mineralstoffe liegen in der Nahrung nur selten in
ihrer ursprünglichen Form vor, sondern sind meist an andere Stoffe gebunden. Diese Trägerstoffe können ebenfalls anorganisch sein oder aus Kohlenhydraten oder
Proteinen bestehen.
Kohlenhydrate oder Proteine werden als Chelate bezeichnet. Chelate sind Komplex-
Verbindungen aus einem mineralischen und einem organischen Teil. Diese Chelate
sind für den Hund wesentlich besser verwertbar als die anorganische Form, weil
hierbei das Mineralsalz während des Transports an seinen Bestimmungsort von
einem Ring aus Aminosäuren umschlossen ist. Diese Aminosäuren selbst können
anschließend überall eingesetzt werden.
Mineralstoffe werden unterteilt in Mengenelemente mit recht hoher Konzentration und
Spurenelemente in kleinen, aber entscheidenden Mengen.

Mengenelemente
• Calcium (Ca)
• Chlor (Cl)
• Kalium (K)
• Magnesium (Mg)
• Phosphor (P)
• Schwefel (S)
• Natrium (Na)

Spurenelemente
• Chrom (Cr)
• Cobalt (Co)
• Eisen (Fe)
• Fluor (F)
• Iod (I) Jod
• Kupfer (Cu)
• Mangan (Mn)
• Molybdän (Mo)
• Selen (Se)
• Vanadium (V)
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